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22.03.2007

"Nach außen hin geben Männer den Ton an"

PDS-Vize Katja Kipping will in der neuen Linkspartei mehr Führungspositionen für Frauen

Das Gespräch führten Mira Gajevic und Andreas Förster.

In der Führung der demnächst mit der WASG vereinigten Linkspartei werden nur wenige Frauen einen Platz haben. Katja Kipping, die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, will diesen Zustand nur kurze Zeit tolerieren.

Weiterführende Texte:
"Es gibt keine Oskarin"



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Frau Kipping, die Spitze der neuen Linkspartei wird männlich sein. Auch in anderen Führungspositionen werden Frauen kaum vertreten sein. Ist die Frauenquote passé?

Auf keinen Fall. Ich bin mir mit vielen Frauen einig, dass die männerdominierte Spitze kein Zustand ist, der lange toleriert werden kann.

Wo liegt für Sie die Schmerzgrenze?

Derzeit muss man zwei Quoten berücksichtigen: Linkspartei und WASG auf der einen, die Geschlechterquote auf der anderen Seite. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man bereits jetzt eine bessere Lösung für die Spitzen in Fraktion und Partei findet. Aber spätestens nach einem Jahr, bei den nächsten Vorstandswahlen, sollte diese Ausnahmesituation beendet werden.

Das sehen die Männer in ihrer Partei anders. Lothar Bisky will bis 2009 an der Spitze bleiben und es heißt, dass das Trio Bisky, Gysi, Lafontaine bis nach der Bundestagswahl Fraktion und Partei führen soll.

Wir haben da drei tolle Männer, aber warum bei vier Spitzenämtern nicht Platz gemacht werden kann für eine von den tollen Frauen, das muss man mir mal erklären. Man kann in einem Jahr zum Beispiel darüber nachdenken, zwei Frauen zu Fraktionsvorsitzenden zu wählen und zwei Männer als Parteichefs.

In der WASG sind nicht einmal 25 Prozent der Mitglieder Frauen, in der Linkspartei sind es 45 Prozent. Verschiebt sich das Gewicht in der neuen Partei zu Gunsten der Männer?

In letzter Zeit war es für Frauen schwieriger. Wir mussten zum Beispiel Debatten führen, die wir längst hinter uns geglaubt haben. Aber das muss ja nicht zwangsläufig so bleiben, daran arbeiten wir Frauen ja gerade.

Zum Beispiel?

Mit den Beschlüssen gegen ein Erziehungsgeld in Form einer Hausfrauenprämie haben die Frauen in der Fraktion bewiesen, dass sie sich durchsetzen können.

Was ist falsch daran, wenn gut ausgebildete Frauen nach der Geburt ihres Kindes möglichst schnell wieder in ihren Beruf zurückkehren?

Daran ist überhaupt nichts falsch.

Das sieht ihr künftiger Parteichef Oskar Lafontaine anders. Die Aussage stammt von ihm.

Diese Aussage kenne ich so nicht. Ich kenne aber einen Fraktionsbeschluss, der sich im Gegenteil für die Unterstützung von Berufsrückkehrerinnen ausspricht. Die PDS ist über Jahre hinweg überproportional stark von Frauen gewählt worden. Das ist bei der letzten Bundestagswahl deutlich gekippt. Wir werden weniger von Frauen gewählt. Das sollte sich die neue Partei zu Herzen nehmen.

Woran liegt das?

Inhaltlich bestimmen Frauen bei uns gleichberechtigt mit, aber nach außen hin geben Männer den Ton an.

In der WASG sind es vor allem Gewerkschafter, die den Ton angeben. Ist das ein Problem?

Zu allererst ist es großartig, dass wir endlich auch bei Themen wie Rente 67 an einem Strang mit den Gewerkschaften ziehen. Da gibt es überhaupt nichts zu kritisieren. Zum Problem wird es nur, wenn man sagt, das ist nicht nur ein wichtiger, sondern unser wichtigster Partner. Die Frauen-, die Umweltbewegung, Attac oder Erwerbslosen-Initiativen sind genauso wichtig für uns.

In der WASG sieht man das etwas anders.

Ich denke, da muss man jedem Menschen einen gewissen Lern- und Erkenntnisprozess zubilligen.

Eine andere Sorge vor allem der Ost-Funktionäre ist, dass Lafontaine als Parteichef zu dominant sein wird.

Dazu gehören immer zwei Seiten. Eine, die dominiert, und eine, die sich dominieren lässt. Die letzten Debatten in der Fraktion stimmen mich ganz zuversichtlich, dass es keine einseitige Dominanz geben wird.

Manche fürchten einen Linksruck und strikten Oppositionskurs unter Oskar Lafontaine.

Ich kenne auch in den Ost-Landesverbänden Leute, die sehr froh sind, dass es von Oskar Lafontaine endlich eine klare Ansage gibt gegen den Privatisierungswahn wie in Dresden. Dort ging es so weit, dass mehrere Stadträte der Linkspartei nicht nur dem Verkauf einer Wohnungsgesellschaft an eine Heuschrecke zustimmten, sondern danach auch noch die Miet- erhöhung vertreten hatten. Insofern erlebe ich Oskar Lafontaine inhaltlich nicht als Bedrohung, sondern bei bestimmten Themen als deutliche Bereicherung.

Im Juni sollen beide Parteien fusionieren. Auf den Parteitagen von WASG und Linkspartei am Wochenende werden die letzten Vorbereitungen getroffen. Kann jetzt noch was schiefgehen?

Wir wären schön blöd, wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt noch was schiefgehen lassen würden.

Berliner Zeitung , 23.03.2007










Kommentare:

05.07.2011 14:10:17
Boy that ralely helps me the heck out.

06.07.2011 10:38:20
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27.08.2012 06:22:51
Habt Ihr euch die Bilder von der RuinenTrophy schon mal genau angesehen?„Startnummer L245 ist ein waherr Wunderknabe“Der muss fliegen kf6nnen wenn der in der ersten Kurve schon in den Top Ten der Heavy Strecke mitfahren kann.

27.08.2012 15:51:22
CGbYGi jvhhvmerxuta

28.08.2012 23:47:19
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29.08.2012 04:12:33
Hi,Erstmal: Du hast vf6llig recht! Genauso habe ich auch geffchlt, daher habe ich einen Artikel dazu geschrieben. Direkt im Nachklatsch auf den Artikel bei Spon. Denn was mir wiclkirh fehlt bei all den Diskussionen sind verwertbare Fakten. Die sind allerdings gar nicht schwer zu besorgen. Eher knifflig auszuwerten und zu interpretieren.Erstaunlich: Ich habe dann im Forum bei Spon mitdiskutiert, die Vorwfcrfe an Spiegel gerichtet und den Artikel verlinkt. Zuerst alles ok, dann plf6tzlich waren alle Beitre4ge von mir in dem Thread gelf6scht. Kritikfe4hig sind die also auch nicht. Im Ton vergriffen hatte ich mich jedenfalls nicht.Ich hoffe, ich darf hier auf meinen Artikel verlinken?Ich verweise dann auf meiner Facebook Pre4senz nochmal auf Euch Viele GrfcdfeStephan

29.08.2012 22:39:52
aVRFru fekftjvhewpb

30.08.2012 04:17:16
yifbG3 , [url=ywhgbqhxfufz.com/]ywhgbqhxfufz[/url], [link=zdjmganuehds.com/]zdjmganuehds[/link], vqpmxyrvwmow.com/

30.08.2012 05:06:27
RuFd1C sqqzahzfmeqp

31.08.2012 09:38:23
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