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Themen / [grund- & freiheitrechte]

08.06.2007

Tinky Winky trägt Handtasche - na und... Die Linke fordert "Freiheit für die Teletubbies!"

Bonk: Wir unterstützen den CSD in Dresden

Auszüge aus einer PM von Julia Bonk, MdL Sachsen

Julia Bonk zum CSD: "Keine Diskriminierung von Andersdenkenden und Anderslebenden, denn alle Menschen (und Fernsehfiguren) sind gleichwertig!"



Thinky Winky von den Teletubbies - Könnten jetzt alle Jungen schwul werden und eine Handtasche tragen? ;-)zoom

Thinky Winky von den Teletubbies - Könnten jetzt alle Jungen schwul werden und eine Handtasche tragen? ;-)

Im Nachbarland Polen ist in den vergangenen Wochen eine Debatte entbrannt, ob eine der bei Kleinkindern beliebten Fernsehfiguren «Teletubbies» homosexuell sein könnte. Strenge Sittenwächter vermuten nun eine versteckte "homosexuelle Propaganda".

„Ich habe bemerkt, dass Tinky Winky eine Handtasche trägt, aber mir war nicht bewusst, dass er ein Junge ist. Später habe ich erfahren, dass da ein homosexueller Zusammenhang verborgen sein kann.” so Eva Sowinka, Kinder-Ombudsfrau der polnischen Regierung.


Offenbar ist den Lebensweisendogmatikern aller Länder kein Argument zu dumm, um ihre homophoben Ängste auszuleben. Daher fordere ich: Freiheit für die Teletubbies! Keine Diskriminierung von Andersdenkenden und Anderslebenden, denn alle Menschen (und Fernsehfiguren) sind gleichwertig! Weil wir grundsätzlich für eine selbstbestimmte Wahl der Lebensweisen eintreten, haben Abgeordnete der Linksfraktion in Sachsen auch die Vorbereitung des CSD mit einer Spende und Anzeige unterstützt aktiv am CSD in Dresden beteiligen. Dies gilt sowohl für die Demonstration als auch für das Straßenfest auf dem Theaterplatz, wo wir mit einem Stand vertreten sein werden.

Es gibt für uns keinen Grund, Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft unterschiedlich zu behandeln. Darüber hinaus halten wir aber langfristig im Steuerrecht, den Übergang zur Individualbesteuerung für die gerechteste Lösung. Da wir für die volle Gleichberechtigung aller Lebensweisen und Familienformen sind, verfolgen wir das Ziel, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich gestellt werden, unabhängig davon, in welcher Form von Verantwortungsgemeinschaft sie leben. Gesetzliche Regelungen sollten also individuell und nicht an festgelegte familiäre Konstellationen gebunden sein. Das spricht nicht gegen Familien, sondern gegen den vorherrschenden Familienbegriff, und es spricht auch gegen Privilegien einzelner Formen des Zusammenlebens.

So unterstützt die Linksfraktion die Forderungen nach einer umfassenden Reform des Transsexuellengesetzes. Viele Vorurteile werden vor allem in Erziehung und Bildung permanent rekonstruiert, insbesondere wenn eine bewusste Anerkennung von Individualität und Unterschiedlichkeit fehlt und die Auseinandersetzung mit Diskriminierung und eigenen Vorurteilen unterbleibt.






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