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15.10.2007

Nicht trinken, nicht rauchen, keine Drogen


Von Christian Klemm, ND-online vom 11.10.2007

Harte Musik und das Ideal von klarem Bewusstsein: »Straight Edge« ist auch in Europa etabliert

»Straight Edge« ist eine internationale Jugendbewegung, die ihren Ursprung in der US-amerikanischen Punk-Rock-Szene hat. Ihre Mitglieder verzichten auf Rauschmittel und haben ein besonderes Umwelt- und Tierrechtsbewusstein.

»Don't smoke, don't drink, don't fuck« ist ein Slogan, der seit 1981 programmatisch für eine gesamte Jugendsubkultur steht: »Straight Edge«. Die Mitglieder dieser Bewegung verzichten auf den Konsum von Alkohol, Nikotin und harten wie auch weichen Drogen. Ebenso ist »Straight Edge« eine Absage an jede Form der Promiskuität. Der Mensch ist für die »Straight Edger« nicht ausschließlich auf das rein Sexuelle zu reduzieren. Entsprechend ist ein häufiger Wechsel der Sexualpartner innerhalb der »Straight Edge«-Szene nicht zulässig.

»Straight Edge« geht auf Ian Mackaye, den Sänger der aus Washington D.C. stammenden Punk-Rock-Gruppe »Minor Threat« zurück, die 1981 einen Song mit gleichnamigen Titel veröffentlichte. Den Refrain dieses Titels bildeten die oben zitierte Textpassage, die seitdem als das Fundament der Bewegung gilt. Der Song entstand in einer Zeit, in der sich Punk-Rock in einer sehr destruktiven Phase befand: »No Future«-Parolen und ein übermäßiger Drogenkosum prägten die Szene damals. »Minor Threat« verstanden sich ebenfalls als eine Punk-Rock-Band. Jedoch brach sie mit dem bis dahin vorherrschenden Klischee der Destruktivität und gab ihr mit »Straight Edge« eine außerordentlich positive Note. In diese Zeit ist auch die Spaltung von »Hardcore« und Punk-Rock zu verorten, wobei Hardcore als Weiterentwicklung des Punk mit gesteigertem Aggressionspotenzial zu verstehen ist.

Mackaye begriff »Straight Edge« niemals als eine dogmatische Lebenseinstellung, die sich an festgelegte Regeln bindet, sondern als eine individuelle Lebensweise von Menschen, die sich zu Toleranz, Selbstbestimmung, klarem Bewusstsein und kritischem Politikverständnis bekennt. Ebenso wenig kann es als eine Art Religion verstanden werden. Vielmehr beinhaltet »Straight Edge« eine religionskritische Überzeugung.

Schnell verbreitete sich die Bewegung über die gesamten USA und erlebte 1988 ihren Höhepunkt. Die bedeutendsten Bands kamen aus New York und hießen »Youth of Today«, »Judge« und »Bold«. Noch heute zählen sie neben dem Begründer »Minor Threat« zu den Klassikern. Diese Bands waren es, die den Tierrechtsgedanken in der Szene manifestierten. Viele »Edger« bekennen sich seitdem zu einer Form des Vegetarismus und propagieren einen kritischen Umgang mit Tier und Natur.

Spätestens mit dem Ende der achtziger Jahre kam »Straight Edge« auch nach Europa. Seitdem ist es eine internationale Jugendkultur. In Deutschland schätzt man die Zahl der »Straight Edger« auf mindestens 10 000.

Auch heute ist die Bewegung unmittelbar mit schneller und aggressiver Musik verbunden. Diese ist mittlerweile – ebenso wie die Szene selbst – sehr vielfältig. »Straight Edge« ist bemüht, sich gegen Vereinnahmungen abzugrenzen, beispielsweise auch durch die rechte Szene.




Weiterführende Links:
Neues Deutschland - Die sozialistische Tageszeitung
FAQ Straight edge (engl.)







Kommentare:

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