13.07.2010Stadtratsbeschluss setzt auf menschenwürdige Unterbringung von Asylsuchenden. Kritik an Ausschluss der Zivilgesellschaft bei KonzepterarbeitungPM Juliane Nagel, 20.6.2010 Fast einhellig beauftragte der Stadtrat die Verwaltung in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit der Erstellung eines Unterbringungskonzeptes für Asylsuchende in Leipzig. Der Stadtrat folgte damit dem Antrag von LINKER und Grüner Fraktion. Das Konzept soll Priorität auf die so genannte dezentrale Wohnungsunterbringung legen
Knapp wurde in der Stadtratssitzung der Punkt 2 des LINKEN/ Grünen-Antrages abgelehnt. Dieser begehrte die Einbeziehung von Akteuren der Flüchtlingsarbeit und des städtischen Migrantenbeirates in die Konzepterstellung und Umsetzung.
Wie begrüßenswert der Grundsatzbeschluss für ein dezentrales
Unterbringungskonzept ist, so unverständlicher ist der Ausschluss derer,
die tagtäglich mit den Betroffenen arbeiten und deren Bedürfnisse am
besten kennen. Die Verwaltung entscheidet sich gegen Transparenz,
Kompetenz und Partizipation. Es ist schade, dass gerade die SPD-Fraktion
sich mehrheitlich gegen eine innovative und an den Bedürfnissen der
Betroffenen orientierte Konzepterarbeitung aussprach. |
| Weiterführende Links: |
Zum Antrag von Linksfraktion und Grüner Fraktion |
Initiativkreis für die Integration von AsylbewerberInnen in Leipzig |
Rede Jule Nagel im Rahmen der Stadtratssitzung am 16.6.2010 |